Über die ÖKGS

Bereits Anfang der 70er kam es unter Prof. Barolin zur Gründung des "Arbeitskreises für Kopfschmerzforschung im deutschen Sprachraum" (unter Mitarbeit von J.Kugler in München und D.Soyka in Kiel). Es war eine zwanglose Gruppierung ohne Vereinscharakter, ohne feste Mitgliedschaft und ohne Beiträge. 1981 kam es zum "1.Internationalen Kopfschmerzkongress des deutschen Sprachraums", ab dem der Arbeitskreis etwas straffer geführt und unter der Leitung von Prof. Lechner so etwas wie eine KS-Gesellschaft gegründet wurde. Ob diese Vereinscharakter hatte, ist nicht bekannt.

1986 wurde die "1. österreichisch/deutsche Migränetagung" abgehalten. Danach begann jedoch das Vereinsleben wieder zunehmend zu erschlaffen. Erst 1991 anlässlich der Van Swieten-Tagung regte Prof. Lechner die (Neu)Gründung einer KS-Gesellschaft auf Vereinsbasis an. Es kam im Frühjahr 1993 zur Gründung und vereinsrechtlichen Genehmigung der heutigen ÖKSG. Zum Präsident wurde Prof. Wessely gewählt, der dieses Amt schließlich bis 2006 inne hatte.

Ziele der ÖKSG waren die ärztliche Fortbildung im Bereich der Kopfschmerzen, Unterstützung wissenschaftlicher Tätigkeit, Information der Patienten und Patientinnen und die Diskussion von Therapiestandards. Demzufolge wurden jährlich kleinere Treffen und Fortbildungen veranstaltet, teils in Kooperation mit der Österreichischen Schmerzgesellschaft. Es wurden Publikationen zur Therapie von Kopfschmerzen erstellt: "Praktischer Umgang mit Kopf- und Gesichtsschmerzen" (Wessely (Hsg), Springer Verlag, 2000) und "Behandlung von Kopf- und Gesichtsschmerzen - Therapieempfehlungen der ÖKSG" (Wessely, Wöber (Hsg), Facultas Verlag, 2003). Daneben fanden sich etliche nationale und internationale Zeitschriftenpublikationen.

In den letzten Jahren lagen die Schwerpunkte auf einer Verstärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit der verschiedenen Kopfschmerzzentren in Österreich und der Kooperation mit Kollegen und Kolleginnen aus dem benachbarten Ausland, wie zum Beispiel über die inzwischen etablierte Dreiländertagung Kopfschmerz. Weiterhin kooperierten wir, gerade im Fortbildungsbereich, mit der Österreichischen Schmerzgesellschaft. Darüber hinaus war in den letzten Jahren die Heranführung an die Österreichische Gesellschaft für Neurologie ein wichtiger Schritt, um die ÖKSG wieder im Bereich der Neurologie zu verankern, Synergien zu nutzen und den Stellenwert der Kopfschmerzdiagnostik und -therapie in der Neurologie zu festigen.

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und des wissenschaftlichen Beirats der ÖKSG wurde neben wissenschaftlichen Interessen auch die regionale Vertretung beachtet. Zukünftige Schwerpunkte werden die wissenschaftliche Zusammenarbeit in Österreich sowie die fachliche Fortbildung im Bereich der Kopfschmerzen sein.
Interessierten Kolleginnen und Kollegen steht die Tür für eine Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft oder der klinisch neurologischen Tätigkeit jederzeit offen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Zebenholzer und Gregor Brössner

für den Vorstand der ÖKSG